kl rm motiv gruen2Im März 1920 besetzt die „Rote Ruhrarmee“, die über 50.000 bewaffnete, zum Teil weltkriegserfahrene Arbeiter zählt, verschiedene Regionen im Rheinland. Es ist die Antwort der wütenden Arbeiterschicht auf den Kapp-Putsch; einem konterrevolutionären, niedergeschlagenen Putschversuch gegen die Weimarer Republik.

Dieses innenpolitische Ereignis bringt das Deutsche Reich an den Rand eines Bürgerkrieges, der ganz besonders in Lohberg seinen blutigen Höhepunkt findet: Im März 1920 rückt die Deutsche Reichswehr an. Die Ruhrarmee,
die sich von ihrem Stützpunkt aus, dem Ledigenheim, das ihnen auch als Lazarett für verwundete Kameraden dient, schwere Feuergefechte mit den Soldaten liefert, verliert schließlich ihren unbarmherzigen Kampf gegen die militärische Übermacht. Das Stück „Roter März“ erzählt die schicksalhafte Verstrickung von Menschen in Lohberg in jener Zeit zwischen 1912 und 1920, die geprägt war von Arbeiterunruhen, niedergeschlagenen Bergarbeiterstreiks, der Hungersnot während des 1. Weltkrieges bis hin zur Besetzung durch die „Rote Ruhrarmee“.

„Roter März“ bildet auf packende und emotionale Weise das prekäre Kolorit jener Zeit wieder, die tausende Menschenleben forderte, und spannt durch die Einbeziehung von cinematographischen Zeitzeugenberichten und dokumentarischem Filmmaterial einen Bogen bis zum heutigen Lohberger Bergpark: Eine Geschichte über den Strukturwandel der Zeit, darüber, dass nichts den notwendigen Veränderungen standzuhalten vermag, die der moderne Fortschritt als seinen Tribut fordert.

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Produktionsleitung:
Jürgen Wippich
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Intendanz / Künstlerische Leitung:
Adnan G. Köse
0281 47360581 / E-Mail

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