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Buntes Rahmenprogramm zur Live-Premiere von Roter März erinnert an das kulturelle Erbe des Bergbaus, das Wirken und Schaffen von Kathrin Türks und zeigt einen filmischen Nachruf auf „Mr. Kulturamt“ – Klaus-Dieter Graf.


Mit großer Vorfreude sehen Regisseur Adnan G. Köse und Produktionsleiter Jürgen Wippich vom Dakota International Theatre Ensemble der anstehenden Theater-Live-Premiere des Ruhrgebietsdramas Roter März entgegen. Was als reines Theaterstück geplant wurde, kommt jetzt als Hybridschauspiel in einer Mischung aus Theater und Film auf die Bühne der neuen Kathrin-Türks-Halle. Auch wenn die Aufführungen am 07. und 08. Oktober pandemiebedingt mit fast einem Jahr Verzögerung stattfinden, so überwiegt die Freude nach dem erfolgreichen Livestream im April 2021 jetzt endlich live vor Publikum spielen zu dürfen.

Da es sich um die erste Theateraufführung in der renovierten Kathrin-Türks-Halle handelt, freuen sich Köse und Wippich ganz besonders darauf, ein Theaterstück bieten zu können, welches an die Traditionen des Bergbaus erinnert. Aber dabei wollen die beiden es nicht belassen.

kapelleSo wird am Premierentag, den 07.10. den Besuchern ein zusätzliches Programm geboten. Ab 19.00 Uhr wird die Bergkapelle Niederrhein, auf dem Vorplatz bergmännisches Liedgut spielen und gegen 19.30 Uhr in die Halle einziehen.

Zudem greifen die beiden Theatermacher Köse und Wippich auf eine Idee der bergmännischen Kulturarbeit von Kathrin Türks aus dem Jahr 1951 zurück. Diese hatte schon damals ein Konzept der Erfolgskontrolle entwickelt, indem sie Fragebögen auf den Plätzen des Theaters verteilte und darum bat, die Eindrücke nach der Vorstellung festzuhalten. Dieses wird aufgegriffen und die Besucher der Premieren-Veranstaltung haben die Möglichkeit, vor der Kamera ihre Eindrücke zu schildern. Diese werden bei Zustimmung später auf der DVD von Roter März als Bonusmaterial zu sehen sein. Diese DVD enthält das Hybridschauspiel und ein umfangreiches Bonusmaterial über die historischen Hintergründe und wird ab Dezember 2021 herausgegeben.  

Das Publikum bekommt zudem die Möglichkeit, auf der anschließenden Premierenfeier mit den Schauspielern des Ensembles, wie etwa Dieter Landuris (spielt die Rolle des Pfarrers Albert Nienhaus) direkt ins Gespräch zu kommen.

Ganz besonders freuen wir uns über die Zusage unseres Ehrengastes Roberto Ciulli, dem Regisseur und Intendanten des legendären Theaters Mülheim an der Ruhr. Die Theaterikone hat seinem Freund Adnan G. Köse den Premierenbesuch gerne zugesagt.

Abschließend der Hinweis, dass der kürzlich verstorbene ehemalige Leiter des Kulturamts, Klaus-Dieter Graf, in den filmischen Einspielern als Zeitzeuge zu sehen sein wird. Im direkten Anschluss an die Vorstellung gibt es dann noch einen filmischen Nachruf auf Klaus-Dieter Graf.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Stadtinformation am Rittertor, auf reservix.de und an der Abendkasse. Preise 23,00 plus Gebühren.

roter maerz news rahmenprogramm

 


Mehr von Volker Schürmann finden Sie hier.

AUSZUG NRZ - 24.09.2021, Bettina Schack

 

Mentor und väterlicher Freund

Adnan Köse zum Tode von Klaus-Dieter Graf.

„Roter März" bleibt lebendige Erinnerung

Dinslaken. Am Sonntag ist Klaus Dieter Graf im Alter von 73 Jahren verstorben. Viele kannten ihn als langjährigen Kulturamtsleiter und Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins. Zu seinen persönlichen Freunden zählte ihn Adnan G. Köse. Und so war es eine Selbstverständlichkeit, dass Klaus-Dieter Graf auch eine kleine Rolle als „Zeitzeuge" in den Videoeinspielungen von „Roter März" übernahm.

So erlebte man ihn bei der Livestream-Premiere im Mai, so ist er auf der DVD verewigt und so wird ihn auch das Publikum bei den beiden Aufführungen von „Roter März" am 7. und 8. Oktober in der Kathrin-Türks-Halle auf der Videoleinwand, die Teil der Inszenierung ist, sehen. Nach den Theatervorstellungen in der KTH wird es eine Filmeinspielung mit Erinnerungen von Wegbegleitern von KD Graf geben.

Gegenüber der NRZ äußert sich Adnan Köse in sehr persönlichen Worten: ,,Klaus-Dieter Graf ist gestorben. Er fehlt mir schon jetzt, allein bei dem Gedanken daran, dass wir die wöchentlichen Gespräche über Gesellschaft -und Kultur in unserer Stadt nicht mehr fortführen können. 'KD', wie ihn Freunde liebevoll nannten, war ein Mann der Tat. Einer der letzten Charakterköpfe, die diese Stadt jemals hervorgebracht hat. Über seine Verdienste ist viel und oft gesprochen worden, allein eine seiner letzten Auszeichnungen, der Heimatpreis, über den er sich so gefreut hat, zeugen von seiner tiefen Verbundenheit zu Dinslaken. Vor zwei Jahrzehnten verhalf er mir zu meinem künstlerischen Durchbruch, er war mein Mentor und wurde zu meinem väterlichen Freund, was er bis zu seinem tragischen Tod geblieben ist. Ich trauere um einen Menschen, mit dem mich eine Art Seelenverwandtschaft verband.

Klaus Dieter Gral war die Loyalität in Person, offen, neugierig, immer auf der Hut', ehrlich, ein Mann, klug und weise, aber auch streitbar und wagemutig, auf dessen Worte man sich verlassen konnte und immer· auch ein politischer Mensch, dem nichts, aber auch wirklich nichts in dieser Stadt verborgen blieb. Wenn Du eine Auseinandersetzung mit jemanden hast und eine Klärung willst, dann schreibe nicht einfach nur eine Mail„ hinter der sich jeder verstecken kann. Gehe hin und trage es aus, Auge in Auge. Das habe ich von ihm gelernt, wie so vieles mehr. Er war ein Vorbild. Und da ich nicht an den Tod glaube, sondern an die Auferstehung und an das ewige Leben, werde ich ihn eines Tages, wenn auch für mich die Zeit gekommen ist, im Himmel wiedersehen.

Lieber KD: Dort werden wir hoffentlich unsere Gespräche fortführen. In Dankbarkeit und tiefer Trauer bete ich für ihn und hoffe darauf, dass sein über alles geliebter Städtepartnerschaftsverein so erfolgreich weitergeführt werden kann, wie er es sich zu Lebzeiten gewünscht hat."

NRZ - 24.09.2021, Bettina Schack

Auch der zweite Trailer zu Roter März - Die Theater-Live-Premiere in Dinslaken - ist nun online!

Kontakt

Produktionsleitung:
Jürgen Wippich
E-Mail

Intendanz / Künstlerische Leitung:
Adnan G. Köse
+49 (0)176 53227708 / E-Mail

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